Mundschleimhaut

Unverzichtbare Auskleidung des Mundinnenraums

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Die Mundschleimhaut ist im Gegensatz zu unserer Außenhaut besonders gut befeuchtet und stark durchblutet. Umso schmerzhafter sind Probleme mit der Mundschleimhaut. Entzündungen und Verletzungen können zu geschwollener, rauer oder trockener Mundschleimhaut führen. Manchmal ist die Ursache offensichtlich, manchmal aber kann sich auch eine Erkrankung hinter unangenehmen Beschwerden der Mundschleimhaut verbergen. Doch die gute Nachricht: Aufgrund der erhöhten Zellteilung regeneriert sich unsere Mundschleimhaut nach Verletzungen meist schnell wieder.

Gründe für eine veränderte Mundschleimhaut

Eine gesunde Mundschleimhaut hat eine zartrosa-Färbung, ist ausreichend befeuchtet und hat keine Einrisse. Manchmal fühlt sich die Innenseite unseres Mundes aber weniger geschmeidig, sondern rau und geschwollen an oder die Mundschleimhaut löst sich sogar.

Die Mundschleimhaut ist einer Vielzahl von Einflüssen ausgesetzt, die Veränderungen im Gewebe oder der Färbung verursachen können. Beschwerden an der Mundschleimhaut können vergleichsweise unbedeutend sein, in manchen Fällen aber auch auf eine Erkrankung hindeuten. Typische Risikofaktoren für Veränderungen der Mundschleimhaut sind:

Probleme mit der Mundschleimhaut
  • Schlechte Mundhygiene

  • Virale oder bakterielle Infekte

  • Mechanische Irritationen, z.B. durch Zahnspangen

  • Chronische Entzündungszustände

  • Rauchen

  • Alkoholkonsum

Ist die Mundschleimhaut geschwollen oder rau, kann das mit stärkerer Beanspruchung oder einer Verletzung der Schleimhaut zusammenhängen. Etwa wenn man zu heiße, sehr scharfe oder hartkantige Speisen gegessen hat. Manchmal kann eine Zahnspange Schmerzen an der Mundschleimhaut auslösen, wenn Brackets oder Drähte an ihr scheuern.

Mögliche Veränderungen der Mundschleimhaut

Bei größeren Verletzungen sollte man natürlich sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen heilt die Mundschleimhaut aber von selbst wieder ab. Die Art der Schleimhautveränderungen kann sehr unterschiedlich sein:

  • Eine Entzündung der Mundschleimhaut ist an einer roten, geschwollenen und schmerzenden Schleimhaut erkennbar
  • Aphten sind kleine entzündete Bläschen auf der Mundschleimhaut
  • Auch Mundfäule äußert sich durch infektiöse Aphten an der Mundschleimhaut, welche hochansteckend sind
  • Ein andauernder weißlicher Belag kann auf eine Pilzinfektion, zum Beispiel Mundsoor, hindeuten
  • Bei Prothesenträgern können durch die Zahnprothese Druckstellen entstehen
  • Bestimmte Medikamente oder Vorerkrankungen können Beschwerden auslösen, z.B. trockene Mundschleimhaut

Bei allen nicht erklärbaren Veränderungen der Mundschleimhaut sollte man unbedingt zum Arzt, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen. Weiße Flecken oder Knötchen auf der Schleimhaut, die sich nicht abwischen lassen, könnten eine Krebs-Vorstufe oder tatsächlich Mundkrebs sein. Glücklicherweise sind die meisten Probleme mit der Mundschleimhaut aber nicht von Dauer.

Was ist eine Mundschleimhautentzündung?

Eine Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) äußert sich durch rote, geschwollene und schmerzende Bereiche in der Mundhöhle. Bei einer starken Entzündung können Blutungen, Belag, Mundgeruch und Taubheit hinzukommen oder die Mundschleimhaut löst sich gar etwas ab. Meist geht sie auf eine bakterielle Infektion zurück, seltener sind zum Beispiel auch Viren, Pilze, Medikamente oder Vorerkrankungen für die Entzündung verantwortlich. Auch eine generell trockene Mundschleimhaut oder Verletzungen im Mund können die Ausbreitung von Bakterien begünstigen. Einhalt gebietet man diesen am besten mit konsequenter Mundhygiene.

Was essen bei Entzündungen der Mundschleimhaut?

Bei einer Mundschleimhautentzündung sollte man auf scharfkantige oder harte Speisen verzichten. Ansonsten wird die Schleimhaut zusätzlich gereizt. Auch heiße, stark gewürzte oder saure Speisen sollten zunächst vom Speiseplan gestrichen werden. Am besten eignen sich weiche oder milde Speisen, die in kleinen Happen verzehrt werden können. Angenehm sind auch kühlende Speisen oder Getränke. Nach dem Essen sollte man auf eine sorgfältige Mundhygiene achten, selbst wenn die Mundschleimhaut schmerzt.

Wie lange dauern Entzündungen im Mund?

Je nach Ausprägung kann eine Entzündung der Mundschleimhaut nach kurzer Zeit wieder abheilen oder sich über eine längere Zeit hinziehen. Die meisten Entzündungen im Mund haben sich in wenigen Tagen wieder erledigt, auch da sich das Gewebe hier besonders schnell erneuert. Die starke Durchblutung und die geringe Verhornung machen die Mundschleimhaut aber auch besonders empfindlich. Manchen Entzündungen muss man mehr Zeit geben.

Kamistad® Gel

Kamistad® Gel

  • Bei leichten Entzündungen des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut

  • Auch bei Aphthen und für Zahnprothesen- und Zahnspangenträger geeignet

Mundschleimhaut wieder aufbauen

Ist die geschwollene oder raue Mundschleimhaut auf eine kleine Verletzung zurückzuführen, heilt diese meist von selbst wieder ab. Gegebenenfalls kann man ein schmerzlinderndes Gel oder Mundspülungen anwenden. Tees mit Salbei oder Kamille wirken entzündungshemmend und abschwellend. Solche Spülungen eignen sich auch gut bei einer Entzündung oder Aphten, um die Mundschleimhaut wieder aufzubauen.

Einer trockenen Mundschleimhaut lässt sich manchmal schon mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr vorbeugen. Wenig Stress, Süßigkeiten nur in Maßen und der Verzicht auf Rauchen trägt zu einer gesunden Mundflora bei. Dann können die hilfreichen Bakterien die weniger hilfreichen leichter in Schach halten. Bei Vorerkrankungen, die mit der Mundgesundheit zusammenhängen (z.B. Diabetes) ist besondere Vorsicht zu empfehlen. Verschwinden die Beschwerden nicht, sollte man die Ursachen von einem Arzt abklären lassen.

Mundhygiene für gesunde Mundschleimhaut

Am besten beugen Sie aber mit regelmäßiger und sorgfältiger Mundhygiene Veränderungen der Mundschleimhaut vor. Neben dem Zähne Putzen sollten auch Zahnseide oder Mundspülungen angewendet werden. Auch die Zunge möchte regemäßig gereinigt und von Belag befreit werden. Zusätzlich kann eine professionelle Zahnreinigung Bakterien auch an hartnäckigen Stellen entfernen. Das beugt nicht nur Karies, Zahnstein und Problemen mit dem Zahnfleisch vor, sondern ist auch die beste Voraussetzung für eine gesunde Mundschleimhaut.

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