Baby & Zahnen

Wenn Babys erste Zähne kommen

Geschätzte Lesedauer: 4 Min.

Wenn die ersten Zähne durchbrechen, ist das meist schmerzhaft für Ihr Baby. Auch die Pflege der Mundhöhle kann zu Unbehagen auf Seiten Ihres Kindes führen. Trotzdem ist eine gründliche Mundhygiene sehr wichtig – und das bereits vor dem ersten Zahn. Wie Sie Ihr Baby an die ersten Zähne gewöhnen und es beim Zahnen unterstützen, erfahren Sie hier.

Baby & Zahnen: Das wichtigste auf einen Blick

Baby beim Zahnen mit Massagen unterstützen
  • Babys beginnen meist zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat zu zahnen

  • Das Durchbrechen der Zähne kann sehr unangenehm für Ihr Baby sein

  • Anzeichen für das Zahnen sind quengeln, weinen, sabbern, rote Bäckchen, Ausschlag, Durchfall oder leichtes Fieber

  • Beißringe, Zahnmassagegele oder gekühlte Nahrung verschaffen Linderung

  • Bei Zweifeln aufgrund leicht erhöhter Temperatur während des Zahnens, sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen

Wann kommt der erste Zahn?

Wann Babys zu Zahnen beginnen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Bei den meisten Babys machen sich jedoch zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat die ersten Anzeichen bemerkbar. Ab diesem Zeitpunkt dauert es dann ungefähr zwei Jahre, bis alle 20 Milchzähne gewachsen sind. Die Zähnchen wachsen in einer bestimmten Reihenfolge, beginnend mit den mittleren Zähnen des Unterkiefers.

Woran erkenne ich, dass mein Baby zahnt?

Den meisten Babys bereitet das Durchbrechen der ersten Zähne Schmerzen. Ihr Baby ist weinerlicher als sonst und steckt sich häufiger den Finger in den Mund? Dann ist es wahrscheinlich Zeit für den ersten Zahn. An den folgenden Anzeichen können Sie erkennen, dass Ihr Baby zahnt:

Begleiterscheinungen von Babys beim Zahnen

Begleiterscheinung  
Unruhe Ihr Kind quengelt und weint mehr als sonst. Jedoch leidet nicht jedes Kind gleich stark unter den ersten Zähnen.
Sabbern Auch vermehrtes Sabbern ist ein häufiges Anzeichen dafür, dass der erste Zahn im Anmarsch ist.
Beißbedürfnis Zahnen Babys haben Sie ein gesteigertes Bedürfnis, sich Dinge in den Mund zu stecken und darauf herumzubeißen. Egal ob es sich dabei um die eigenen Finger oder herumliegende Gegenstände handelt.
Rote Backen Auch gerötete Bäckchen können darauf hinweisen, dass Ihr Kind begonnen hat zu zahnen.
Ausschlag Durch den vermehrten Speichelfluss kann Ihr Baby einen Ausschlag um den Mund herum entwickeln. Auch ein wunder Po ist nicht selten.
Fieber Eine erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber beim Zahnen ist ganz normal. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass während dieser Zeit das Immunsystem Ihres Babys geschwächt ist.
Durchfall

Manche Babys bekommen auch Durchfall, wenn sich die ersten Zähnchen ankündigen.

 

Achtung, Fieber und Durchfall können auch andere Gründe haben. Über 38°C steigt die Körpertemperatur Ihres Babys im Normalfall alleine durch das Zahnen nicht an. Zögern Sie daher bei Fieber beim Zahnen nicht, frühzeitig zum Arzt zu gehen. Auch bei Durchfall gilt: Das muss nicht zwingend am Zahnen liegen. Suchen Sie im Zweifel den Kinderarzt auf.

Wenn das Baby zu Zahnen beginnt

Vor dem ersten Zahn

Es ist wichtig, Ihr Baby schon vor dem Zahnen an eine regelmäßige Mundhygiene zu gewöhnen. Dazu eignet sich ein Fingerling. Dieser ermöglicht es Ihnen, die zahnlose Kauleiste Ihres Kindes sanft zu reinigen.

Wenn die erste Spitze zu sehen ist

Sobald der erste Zahn aus dem Zahnfleisch spitzelt, sollten Sie beginnen, Ihn zu pflegen. Entfernen Sie mit dem Fingerling mögliche Speisereste. Alternativ können Sie die Zahnspitze mit einem nassen Wattestäbchen reinigen. Es spricht nichts dagegen, dazu bereits etwas Kinderzahnpasta zu verwenden.

Baby & Zahnen: Erste Zähne putzen

Wenn der erste Zahn da ist

Putzen Sie die ersten Zähne Ihres Kindes mit einer Babyzahnbürste. Diese haben besonders weiche und kurze Borsten. Nach einiger Zeit kann Ihr Kind dann selbst die ersten Zahnputzversuche wagen. Trotzdem müssen die Sie in den ersten Lebensjahren immer nachputzen. Die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes reichen noch lange nicht aus, um alle Winkel zu säubern.

Kamistad® Gel

Kamistad® Gel

  • Bei leichten Entzündungen des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut

  • Auch bei Aphthen und für Zahnprothesen- und Zahnspangenträger geeignet

Zahnungshilfe für Ihr Baby

Wachsen die ersten Zähne, kann das manchmal sehr weh tun. Ist das Zahnfleisch gerötet und angeschwollen, können diese Zahnungshilfen helfen:

Beißringe

Ein spezieller Beißring aus dem Kühlschrank verschafft Linderung. Sie sollten den Ring jedoch nicht in das Gefrierfach legen, da er sonst zu kalt wird. Haben Sie noch keinen Beißring zur Hand eignet sich auch ein Stück hartes Brot, knackiges Gemüse oder ein kalter Löffel.

Zahngel

Zahnungsmassage-Gel, wie das Kamistad® Baby Gel, kühlt die gereizte Haut und lindert somit Zahnungsbeschwerden. Am besten verbinden Sie die Anwendung des Gels mit einer wohltuenden Zahnfleischmassage.

Massagen

Sie können versuchen, das Zahnfleisch Ihres Babys sanft mit dem Gel zu massieren. Wenn der Kiefer juckt, empfinden das viele Babys als besonders angenehm. Dazu eignet sich der Fingerling, den sie zur Reinigung des Mundraumes verwenden. Besitzen Sie keinen Fingerling, sollten Sie Ihre Hände besonders gründlich waschen, bevor Sie mit der Zahnfleischmassage beginnen.

Kalter Brei und Tee

Ist Ihr Kind alt genug, verschafft auch gekühlte Breinahrung Linderung für Ihr Baby. Zahnen Babys, können auch ungesüßte Kräutertees das gereizte Zahnfleisch beruhigen. Besonders gut eignen sich Kamille- oder Salbeitee.

Darum sind die Milchzähne so wichtig

Die Milchzähne fallen doch sowieso bald schon wieder aus? Dieser Gedanke schießt vor allem Eltern von kleinen Zahnputzmuffeln schnell einmal durch den Kopf. Dass die Milchzähne nicht so wichtig sind, ist jedoch ein Irrglaube. Die ersten Zähne fallen zwar recht schnell wieder aus, dienen aber als Platzhalter für die nachkommenden Zähne. Und diese soll Ihr Kind im Idealfall bis zu seinem Lebensende behalten.

Auch für das Erlernen der Sprache sind gesunde Milchzähne wichtig. Fallen die ersten Beißer vereinzelt oder sogar vollständig zu früh aus, können sich Fehlstellungen oder Sprachstörungen entwickeln.

Gesunde Zähne von Anfang an

Stillen trägt zur Zahngesundheit Ihres Kindes bei. Die Muttermilch versorgt Ihr Baby mit allem, was es braucht. Das Saugen an der Brust trainiert zudem die Kaumuskulatur und fördert so die Kieferentwicklung. Auch später sorgt die richtige Nahrung während des Zahnens für die besten Voraussetzungen gesunder Zähne:

  • Um Karies vorzubeugen, sollten Babys und Kleinkinder ausschließlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
  • Vermeiden Sie auch ansonsten so gut es geht sehr süße oder saure Lebensmittel. Diese greifen die Zähne an.
  • Nach einem Jahr können die meisten Kinder Nahrung kauen und sollten dies auch tun – das sorgt für starke Kaumuskeln und entfernt Beläge von den Zähnchen.
  • Außerdem sollte Ihr Kind dann nicht mehr aus der Trinkflasche, sondern aus einem Becher trinken.

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